Nadelgehölze geformt: Kissen, Kegel und Konsorten

Die meis­ten Nadel­holzarten lassen sich prob­lem­los for­men. Nicht nur Zwergsorten und kleinere Pflanzen, auch einige größer wer­dende Bäume wie Picea (Fichte), Lar­ix (Lärche), Thu­ja (Lebens­baum), Pinus (Kiefer, Föhre) und viele andere lassen sich zu unter­schiedlich­sten For­men gestal­ten. Lap­pen set­zt hier nicht nur auf klas­sis­che For­men wie Kugeln, Säulen oder Kegel. Mit der ‘Wind­braut‘, dem ‘Canyon Typ‘ oder dem ‘Gipfel­stürmer‘ liefert Lap­pen Unikate der beson­deren Art.

Neben der Eig­nung als Heck­enpflanzen bieten Nadel­ge­hölze noch diverse andere Ver­wen­dungsmöglichkeit­en. So find­en sie ein­drucksvoll als Einzelpflanze in Parks oder Gärten Anwen­dung. Als Kissenform zieren sie japanis­che Gärten und eignen sich für eine ansprechende Bepflanzung enger Räume. Die hau­seigene Selek­tion Gink­go bilo­ba ‘Dila’(Gingkobaum), deren Mut­terpflanze vor dem Büro der Baum­schule ste­ht, sticht, wie die Art selb­st, durch ihre Anpas­sungs­fähigkeit her­vor. Sie ver­langt keine beson­deren Bode­nansprüche und ist so flex­i­bel ein­set­zbar. Gink­go bilo­ba ‘Dila’(Gingkobaum) wächst mehr hor­i­zon­tal als ver­tikal, lock­er und bre­it ausladend. 

Gat­tun­gen wie Pseudot­suga (Dou­glas­fichte) bevorzu­gen ein mildes Kli­ma und benöti­gen nur wenig frische, tief­gründi­ge Böden. Auf­grund ihrer mit­tleren Nährstof­fansprüche sind sie robust und lan­glebig. Am besten gedei­hen sie auf Böden, die nicht zu kalkre­ich oder steinig, son­dern vor allem lehmig-humos sind. Als immer­grün­er, schat­ten­fester und schnell­wüch­siger Baum genießt Pseudot­suga (Dou­glas­fichte) eine große Beliebtheit.

Eben­so die som­mer­grüne Metase­quoia (Urwelt­mam­mut­baum). Sie erre­icht Wuchshöhen von bis zu 35 m und gilt als leben­des Fos­sil. Am besten gefällt es ihr auf nährstoff- und humus­re­ichem Lehm­bo­den. Auf­grund ihrer Frosthärte trotzt sie Tem­per­a­turen von mehr als −30°C und ist daher vielerorts einsetzbar.

Lar­ix decidu­da (Europäis­che Lärche) ist durch ihre Schön­heit während des Aus­triebs beson­ders auf­fäl­lig und kann sog­ar als graz­iöse lockere Heck­enpflanze ver­wen­det wer­den. Wichtig bei der Verpflanzung sind ein tief­gründi­ger Boden und eine sachgemäße Pflege, um die geformten Nadel­ge­hölze als natür­lichen Sichtschutz einzusetzen.