Laubgehölze: von Abelia bis Zelkova

Laub­bäume von Lap­pen, wie Tilia (Linde), Acer (Ahorn), Fagus (Buche), Quer­cus (Eiche) oder Nys­sa (Nymphen­baum), bieten dem Betra­chter sen­sa­tionelle Herb­st­fär­bun­gen, andere wiederum ste­hen im Früh­jahr in attrak­tiv­er Blüte, darunter Prunus ‘Acco­lade’, Prunus yedoen­sis oder Prunus ‘Tai­haku’ (Japanis­che Kirschen) sowie eine Vielzahl ander­er Zier­bäume. Im Som­mer spenden sie Schat­ten in Straßen, auf Park­plätzen und in Garten- oder Parkan­la­gen. Ins­beson­dere die Arten mit stark aus­ge­bilde­ter Kro­ne und hohem Wuchs, darunter Liri­o­den­dron (Tulpen­baum), eignen sich als freis­te­hende Solitäre für Parks und Alleen.

Acer pla­tanoides ‘Columnare Dila’ (Schmalkro­niger Spitz-Ahorn) hinge­gen wird beispiel­sweise häu­fig in engen Straßen­flucht­en oder kleinen Parkan­la­gen gepflanzt. Auch der frostharte und wind­feste, jedoch etwas hitzeempfind­liche Acer free­manii ‘Arm­strong’ (Rot-Ahorn), eine der 150 Unter­arten der Gat­tung Acer (Ahorn), eignet sich für die Bepflanzung räum­lich beengter Plätze sowie schmaler Straßen­züge. Seine Borke ist sil­ber­grau und er blüht vor dem Blat­taus­trieb im März mit wun­der­schö­nen, orangeroten Blütenrispen.

Doch nicht nur der Wuchs und die Far­ben sind bei der Wahl des richti­gen Baumes von Bedeu­tung. Eine wichtige Rolle spie­len die Kli­ma- und Boden­ver­hält­nisse des zukün­fti­gen Stan­dortes. So hat die unkom­plizierte Alnus (Erle) keine beson­deren Bode­nansprüche. Sie gedei­ht auf nährstof­far­men, trock­e­nen Böden, verträgt gle­ichzeit­ig jedoch auch viel Boden­nässe. Betu­la (Birke) bevorzugt eben­falls einen son­ni­gen Stan­dort, toleriert jedoch fast alle Boden­ver­hält­nisse. Quer­cus (Eiche) hinge­gen liebt kräftige, tief­gründi­ge Böden.

Unter opti­malen Boden- und Kli­maver­hält­nis­sen entwick­eln sich aus den Bäu­men von Lap­pen wahre Gigan­ten: Neben Quer­cus (Eiche), Fagus (Buche) und Ulmus (Ulme) kann auch Acer (Ahorn) bis zu 30 Meter hoch wer­den und im freien Stand eine prächtige Kro­ne entwickeln.

Unter den Laubge­hölzen der Baum­schule find­en sich auch Zukun­fts­bäume, die sich unter anderem durch Wuch­skraft, Lebenser­wartung, Hitzev­erträglichkeit, Wider­stands­fähigkeit oder Bruch­sicher­heit ausze­ich­nen. Dazu gehören Acer campestre (Feld-Ahorn) in ver­schiede­nen Sorten, Celtis aus­tralis (Südlich­er Zürgel­baum), Acer buerg­e­ri­anum (Dreispitziger Ahorn), Frax­i­nus amer­i­cana (Weiß-Esche), Acer mon­spes­su­lanum (Franzö­sis­ch­er Ahorn), Quer­cus cer­ris (Zerr-Eiche), Ostrya carpini­fo­lia (Hopfen­buche), Zelko­va ser­ra­ta (Zelkove), Gled­it­sia tri­a­can­thos (Falsch­er Chris­tus­dorn) in unter­schiedlichen Sorten, Koel­reuteria pan­ic­u­la­ta (Blase­nesche) oder Frax­i­nus ornus (Man­na-Esche).

Eine weit­ere Pflanze im umfan­gre­ichen Port­fo­lio der Baum­schule ist Tilia hen­ryana (Hen­rys Linde). Diese erzeugt beson­ders reich­haltig Nek­tar und Pollen und wird daher häu­fig von Honig­bi­enen ange­flo­gen. Darüber hin­aus eignen sich diese ‘Bienen­wei­den‘ zuver­läs­sig zur Befes­ti­gung von Böschun­gen und Binnendünen.